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100 Daten zur Versicherungsgeschichte

1750 v. Chr.

• Gesetzbuch des babylonischen Königs Hammurabi mit einer Bestimmung über die Tragung

  von Verlusten durch den Geschäftsherrn bei Raubüberfällen auf Karawanen.

 

400

• Erste Erwähnung des Seedarlehens in den Reden der Griechen Lysias und Demosthenes.

  Das für einen Seetransport gewährte Kapital war nur dann mit den vereinbarten Zinsen

  zurückzuzahlen, wenn Schiff und Ware unversehrt den Bestimmungshafen erreichten. Als

 "foenus nauticum" fand dieses Rechtsinstitut Aufnahme in das römische Recht.

 

200

• "Lex Rhodia de iactu" als nach der Insel Rhodos benannte gesetzliche Regelung der

  Gefahrengemeinschaft beim Seetransport im hellenistischen und später römischen

  Rechtskreis. Nach dieser Regelung mussten Schäden durch Über-Bord-Werfen von Waren in

  Seenot von allen Beteiligten gemeinsam getragen werden (Havarie)

 

130 n.Chr.

• Älteste vollständig erhaltene Satzung einer römischen Sterbekasse aus Lanuvium bei Rom.

  Derartige Einrichtungen waren als sogenannte Vereinigungen von Leuten einfachen Standes

  (collegia tenuiorum) in den unteren Bevölkerungsschichten und beim Militär verbreitet.

 

500

• Zusammenschlüsse jüdischer Eigentümer von Schiffen und Eseln zu gemeinschaftlicher

  Naturalersatzleistung beim Verlust eines Schiffes oder Tieres.

 

779

• Kapitulare (Gesetz) Karl des Großen, das die Verbreitung von Gilden in karolingischer Zeit mit

  der Aufgabe gegenseitiger Hilfeleistung durch Geldzahlung bei Brand- und Schiffsunglücken

   bezeugt.

 

1150

• Die seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Deutschland nachweisbaren Zünfte

  (fachgenossenschaftliche Vereinigungen der Handwerker und anderer Berufe) unterstützten

  die Mitglieder in Notfällen, wie Krankheit, Invalidität und Alter, im Todesfall auch Witwen und

  Waisen. Später entstanden eigene Gesellenbruderschaften mit ähnlichen Leistungen. Da die

  aufgebrachten Beiträge in den Laden verwahrt wurden, diente dieser Begriff später auch zur

  Bezeichnung der ausgegliederten Versorgungseinrichtung (Toten-, Kranken- und Witwenladen

  bzw. -Kassen).

 

1308

• Ältester überlieferter Leibrentenvertrag zwischen dem Abt von St. Denis und dem Erzbischof

  von Bremen. Der Leibrentenkauf ermöglichte als Vorläufer der Lebensversicherung eine

  Altersversorgung. Gegen Kapital oder Land gewährten Klöster und Städte lebenslängliche

  Renten. Später übernahmen spezielle Leibrentenbanken diese Aufgabe.

 

1347

• Erster erhaltener Seeversicherungsvertrag aus Genua, der noch in der Form des Kaufes

  gehalten war. Im Falle des Verlustes von Schiff oder Ware war der vereinbarte fiktive Kaufpreis

  zu entrichten.

 

1370

• Erster Rückversicherungsvertrag der Welt aus Genua, der dem Assekuradeur Leistungen bei

  Eintritt des Versicherungsfalles verspricht.

 

1384

• Ältester echter Seeversicherungsvertrag aus Pisa, der den Anfang der modernen

  Versicherung auf kaufmännischer Grundlage darstellt, weil er bereits die Vorauszahlung des

  Entgeltes für den Versicherungsschutz in bestimmter Höhe (Prämie) kennt. Entstehung der

  kaufmännischen Versicherung aufgrund der Bedürfnisse des neuzeitlichen Handelsverkehrs in

  den norditalienischen Seestädten. Aufkommen der Begriffe "Assekuranz" (Versicherung) und

  "Police" (Versicherungsschein). Von Italien gelangte die Versicherung über die Iberische

  Halbinsel, Frankreich, England und die Niederlande nach Deutschland.

 

1512

• Älteste urkundliche Nachricht über eine in England (London) abgeschlossene Seeversicherung.

 

1537

• Statuten der Süderauerdorfer Bauernbeliebung, der ältesten der in Schleswig-Holstein

  verbreiteten Brandgilden. Ursprung der deutschen Feuerversicherung auf Gegenseitigkeit. Die

  Brandgilde-Satzungen enthalten eine umfassende Regelung der Beziehungen zwischen der

  Gilde und ihren Mitgliedern. Seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts entwickeln sich  entsprechende

  Einrichtungen in den Weichselniederungen und Ostpreußen. Im süddeutschen Raum sind entsprechende

  Institutionen nicht überliefert.

 

1552

• Veröffentlichung des in lateinischer Sprache abgefassten "Tractatus de Assecurationibus" als

  erste selbständige versicherungsrechtliche Abhandlung durch den portugiesischen Juristen

  Pedro de Santarém in Venedig.

 

1588

• Ältester erhaltener in Hamburg abgeschlossener Seeversicherungsvertrag. Hamburg wird zum

  Ausgangsort für die Verbreitung der Versicherungswirtschaft in Deutschland.

 

1591

• Erster Hamburger Feuerkontrakt als Vereinbarung von Hauseigentümern zur gegenseitigen

  Sicherung des Wiederaufbaus ihrer Gebäude im Brandfalle.

 

1654

• Entdeckung der Wahrscheinlichkeitsrechnung durch die französischen Mathematiker Blaise

  Pascal und Pierre de Fermat bei Glücksspiel-Berechnungen. Als Mittel, den Zufall messbar zu

  machen, bildet sie die Voraussetzung für die Entstehung der modernen Lebensversicherung.

 

1666

• Großer Brand in London, der über 13 000 Gebäude vernichtet und den Gedanken der

  Feuerversicherung fördert.

 

1676

• Errichtung der Hamburger Feuerkasse durch Vereinigung der in der Stadt bestehenden

  Feuerkontrakte. Sie bildet den Anfang der öffentlich-rechtlichen Versicherung und ist das

  älteste heute noch bestehende Versicherungsunternehmen der Welt.

 

1678

• Vorschlag des Philosophen und Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz zur Schaffung

  von Assekurations-Kassen gegen alle Zufälle des Lebens. In einer Denkschrift von 1680

  fordert er die Einrichtung von Versicherungsanstalten in Deutschland nach dem Vorbild der

  Hamburger Feuerkasse.

 

1680

• Gründung des Fire Office in London zur Versicherung von Gebäuden auf kaufmännischer

  Grundlage als Zusammenschluss von Einzelversicherern mit festen Prämiensätzen.

 

1681

• Errichtung der ersten Versicherungs-Gesellschaft in Venedig: Übergang vom Einzelversicherer

  zur Versicherungsgesellschaft moderner Prägung mit dem zunehmenden Kapitalbedürfnis

  zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts.

 

1689

• Schaffung der ersten Tontine in Frankreich. Es handelte sich um eine nach ihrem Schöpfer,

  dem Neapolitaner Lorenzo Tonti, benannte Staatsanleihe, deren Wesen darin bestand, dass

  innerhalb der nach dem Lebensalter gebildeten Gruppen von darlehensgebenden

  Leibrentenempfängern eine Vererbung der Renten der Absterbenden an die Überlebenden

  stattfand.

 

1693

• Aufstellung der ersten für die Lebensversicherung brauchbaren Sterbetafeln durch den

  englischen Astronomen Edmond Halley. Das statistische Material hierfür hatte der Breslauer

  Pfarrer Caspar Neumann geliefert.

 

1700

• Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts Treffpunkt von Kaufleuten im Kaffeehaus des Edward

  Lloyd in London. Bei dieser Gelegenheit werden auch regelmäßig Seeversicherungen

  abgeschlossen. Publikation von Lloyd's News mit Nachrichten über Schiffsbewegungen. Die

  Zusammenkünfte erweiterten sich zu "Lloyd's", einer Korporation von Einzelversicherern, die

  sich zu einem der bedeutendsten Versicherungszentren der Welt entwickelt.

 

1700-1799

• Während des 18. Jahrhunderts Entstehung einer Vielzahl von Sterbe-, Witwen-, Kranken- und

  Heiratskassen, deren Tätigkeitsbereich auf einen berufsständisch oder regional abgegrenzten

  Personenkreis beschränkt war. Sie scheiterten meistens am Fehlen mathematischer

  Voraussetzungen, gaben der weiteren Entwicklung aber wesentliche Impulse.

 

1710

• Gründung des Sun Fire Office als älteste englische Feuerversicherungs-Aktiengesellschaft.

  Aufbau eigener Feuerwehren zum Schutze der bei der Gesellschaft versicherten Gebäude.

 

1713

• Veröffentlichung des Hauptwerkes von Jakob Bernoulli, das die Formulierung dessogenannten

  Gesetzes der großen Zahl enthält. Es besagt, dass bei statistischenMassenbeobachtungen

  Zufälligkeiten eine um so geringere Rolle spielen, je größer die beobachtete Masse ist.

 

1718

• König Friedrich Wilhelm I. von Preußen errichtet in Berlin die erste landesrechtliche

  Feuersozietät von Bestand. Ihrem Beispiel schließen sich während des 18. Jahrhunderts

  weitere öffentlich-rechtliche Brandversicherungsanstalten in allen deutschen Staaten an, wobei

  die Ausbreitung von Norden nach Süden erfolgt.

 

1722

• Schrift Paul Jakob Marpergers gegen das Brandbettel-Unwesen. Das BettelnBrandgeschädigter

  um milde Gaben war bis in die Neuzeit hinein verbreitet; eine von derBehörde oder Geistlichkeit

  über den Brandschaden ausgestellte Urkunde berechtigte denAbgebrannten zum Sammeln.

  Mit der Schaffung öffentlich-rechtlicher Feuer-Versicherungsanstalten wurde der Brandbettel verboten.

 

1731

• Erstes deutsches Seeversicherungsgesetz in Gestalt der Hamburger Assekuranz- und

  Haverei-Ordnung, die in weiten Teilen Europas Geltung hatte.

 

1752

• Gründung der ersten amerikanischen Feuerversicherungs-Gesellschaft in Philadelphia unter

  namhafter Mitwirkung Benjamin Franklins nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit.

 

1762

• Errichtung der Equitable in London durch James Dodson als erster auf mathematischstatistischer

  Grundlage betriebener Lebensversicherungs-Gesellschaft.

 

1765

• Gründung der ersten deutschen Versicherungs-Aktiengesellschaften zum Betrieb der

  Transport- und Mobiliar-Feuerversicherung in Hamburg und Berlin.

 

1778

• Gründung der Hamburgischen Allgemeinen Versorgungs-Anstalt alsLebensversicherungsunternehmen

  auf versicherungstechnischer Grundlage durch Johann Georg Büsch. Von ihm stammen auch wertvolle  

  theoretische Schriften über das Versicherungswesen.

 

1786

• Aufnahme und baldige Ausbreitung der Geschäftstätigkeit ausländischer, insbesondere

  englischer und französischer Versicherer in Deutschland.

 

1794

• Inkrafttreten des Preußischen Allgemeinen Landrechts mit der ersten gesetzlichen

  Gesamtregelung des Versicherungsrechts.

 

1797

• Entstehung der ersten deutschen Hagelversicherungs-Gesellschaft in Mecklenburg. Ältestes

  heute noch bestehendes privates Versicherungsunternehmen in Deutschland.

 

1797

• Konstituierung des Vereins Hamburger Assekuradeure.

 

1806

• Gründung der ersten deutschen Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft in Hamburg durch

  Wilhelm Benecke, den Verfasser einer versicherungswissenschaftlichen Gesamtdarstellung.

 

1812

• Errichtung der Berlinischen Feuer-Versicherungs-Anstalt als Versicherungs-Aktiengesellschaft.

  Mit dem im Zuge der erstarkenden Wirtschaft wachsenden Versicherungsbedürfnis folgten

  weitere derartige Gründungen in allen Teilen Deutschlands.

 

1820

• Ernst Wilhelm Arnoldi verwirklicht mit der Gründung der Gothaer Feuer- und Lebensversicherungsbank 

  (1827) erstmals den Typus des modernen großen Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit in

  Deutschland. Vorbild für ähnliche Einrichtungen in anderen Ländern, insbesondere Japan.

 

1829

• Abschluss des ersten nachweisbaren deutschen Rückversicherungsvertrages.

 

1833

• Begründung der Rentenversicherung auf kaufmännischer Grundlage in Deutschland nach

  österreichischen Vorbildern.

 

1842

• Großer Brand in Hamburg, der fast die ganze Stadt vernichtet. Erhebliche Auswirkungen auf

  die Versicherungswirtschaft. Einfluss auf die weitere Ausgestaltung der Rückversicherung.

 

1846

• Errichtung der ältesten professionellen Rückversicherungs-Gesellschaft der Welt durch

  rheinische Wirtschafts- und Finanzkreise in Köln.

• Ernst Albert Masius gibt in Leipzig das erste deutsche Versicherungsfachbuch "Lehre der

  Versicherung" heraus.

 

1848

• Einrichtung des Institute of Actuaries in London zur Förderung aller mit dem Stand des

  Versicherungsmathematikers zusammenhängenden Fragen.

 

1851

• Erscheinen der von Ernst Albert Masius begründeten Rundschau der Versicherungen als erste

  deutsche Versicherungsfachzeitschrift.

 

1853

• Einführung der Eisenbahn-Unfallversicherung in Deutschland, die Eisenbahn-Passagieren

  eine spezielle Deckung gewährte.

 

1855

• Erste staatliche Fachaufsicht über Versicherungsunternehmen in Massachusetts/USA auf

  Betreiben Elizur Wrights.

 

1859

• Aufkommen der Maschinenversicherung in England im Zusammenhang mit der Überwachung

  von Dampfkesseln.

 

1863

• Veröffentlichung des Hauptwerkes von August Zillmer mit Darlegung der nach seinem Namen

  benannten mathematischen Methode des sogenannten Zillmerns.

 

1864

• Aufnahme der Glasversicherung durch eine Spezialgesellschaft in Deutschland.

 

1866

• Einführung der kapitalbildenden Lebensversicherung.

 

1871

• Reichshaftpflichtgesetz mit einer Gefährdungshaftung der Unternehmer bestimmter

  Industriezweige für Arbeitsunfälle aufgrund der infolge der zunehmenden Technisierung der

  Betriebe gestiegenen Unfallgefahren. Schaffung einer Kollektiv-Unfallversicherung für Arbeitnehmer.

 

1871

• Bildung des Verbandes Deutscher Privat-Feuerversicherungs-Gesellschaften.

 

1874

• Gründung des Internationalen Transport-Versicherungs-Verbandes in Berlin.

 

1874

• Schaffung einheitlicher Allgemeiner Feuerversicherungsbedingungen in Deutschland.

 

1875

 • Begründung der modernen Haftpflichtversicherung durch Carl Gottlob Molt.

 

1880

• Errichtung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft durch Carl Thieme.

  Internationalisierung der Rückversicherung.

 

1880

• Aufnahme der Volks- und Arbeiterversicherung gegen niedrige Wochen- oder Monatsbeiträge

  auf privatwirtschaftlicher Grundlage nach angelsächsischem Vorbild.

 

1881

• Kaiserliche Botschaft, in deren Ausführung die soziale Kranken-, Unfall- und Invaliden-

  Versicherung in Kraft getreten ist.

 

1886

• Einführung der Leitungswasserversicherung durch den Frankfurter Versicherungsdirektor

  Rudolf Hermann Kleeberg.

 

1891

• Das preußische Einkommensteuergesetz erkennt erstmals Lebensversicherungsprämien als

  abzugsfähige Sonderausgaben an und stellt damit die Individualversicherung steuerlich der

  staatlichen Versorgung und Sozialversicherung gleich.

 

1895

• Aufnahme der Einbruchdiebstahlversicherung in Deutschland.

• Einrichtung des ersten versicherungswissenschaftlichen Seminars an der Universität

  Göttingen durch Viktor Ehrenberg und Wilhelm Lexis.

 

1897

• Erste Verwendung der Schreibmaschine in einem deutschen Versicherungsbetrieb.

 

1898

• Einführung der Kreditversicherung in Deutschland.

 

1898

• Aufnahme der Sturmversicherung in Deutschland nach schweren Unwettern im Rheinland.

• Beginn einer Karambolage-Versicherung für die Fälle des Zusammenstoßes mit anderen

  Kraftfahrzeugen.

 

1899

• Gründung des Deutschen Vereins für Versicherungs-Wissenschaft in Berlin.

 

1900

• Anfänge der Maschinenversicherung in Deutschland.

 

1901

• Gesetz über die Beaufsichtigung der privaten Versicherungsunternehmungen. Schaffung des

  Reichsaufsichtsamtes für Privatversicherung in Berlin.

 

1902

• Aufnahme der Automobil-Haftpflichtversicherung in Deutschland.

 

1906

• Erdbeben in San Francisco. Auswirkungen auf die gesamte internationale Versicherungswirtschaft.

• Empfehlung des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages zur Errichtung von

  Kranken- und Unterstützungskassen. Entstehung von Unternehmen der privaten Krankenversicherung.

 

1907

• Einführung der Reisegepäckversicherung durch eine Spezialgesellschaft in Budapest.

  Monopolvertrag mit der ungarischen Staatsbahn.

 

1908

• Regelung des Versicherungsvertrages in der Schweiz und Deutschland durch besondere

  Gesetze (VVG).

 

1909

• Begründung einer Gefährdungshaftung für Kraftfahrzeughalter in Deutschland durch das

  Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen.

 

1911

• Vereinigung der deutschen Privatversicherung als erste umfassende Organisation der

  Versicherungswirtschaft Deutschlands.

 

1911

• Reichsversicherungsordnung als gemeinsame Reichsquelle der bis dahin bestehenden

  Sozialversicherungszweige.

 

1912

• Untergang des als unsinkbar geltenden Ozeandampfers Titanic, der erhebliche Schadenzahlungen

  der internationalen Versicherungswirtschaft auslöst.

 

1913

• Gründung der ersten deutschen Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft in Köln.

 

1917

• Errichtung der ersten deutschen Spezialgesellschaft zum Betrieb der Kreditversicherung.

 

1921

• Luftpool zum gemeinsamen Betrieb der Luftfahrtversicherung in Deutschland.

 

1922

• Gesetzliche Statuierung der Versicherungsteuer in Deutschland.

 

1923

• Höhepunkt der Inflation mit erheblichen Folgen für die deutsche Versicherungswirtschaft.

  Zahlreiche Fusionen anlehnungsbedürftiger Versicherungsunternehmen. Aufschwung der

  privaten Krankenversicherung wegen der Verarmung weiter Bevölkerungsschichten.

  Schaffung von Versicherungseinrichtungen für freie Berufe.

 

1925

• Erstmalige Verwendung von Lochkarten-Maschinen in einem deutschen Versicherungsbetrieb.

 

1926

• Aufnahme der Montage- und Maschinen-Garantieversicherung sowie der Schwachstrom-

  versicherung unter Mitwirkung der Elektrogeräteindustrie.

 

1928

• Errichtung der ersten deutschen Spezialgesellschaft zum Betrieb der Rechtsschutzversicherung.

 

1934

• Entwicklung der Bauwesenversicherung in enger Fühlungsnahme mit der Bauwirtschaft.

 

1939

• Einführung der gesetzlichen Versicherungspflicht für Kraftfahrzeughalter in Deutschland.

 Weitere Tatbestände einer Verpflichtung zum Abschluss von Haftpflichtversicherungen im

 Interesse des Geschädigten folgen.

 

1945

• Verbot der Weiterarbeit sämtlicher in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands tätigen

  Versicherungsunternehmen durch Befehl Nr. 01 der Sowjetischen Militär-Administration; an

  ihre Stelle treten staatliche Versicherungsanstalten.

  Im Zusammenhang mit diesen Verstaatlichungsmaßnahmen nach und nach Hauptsitzverlegung

  der früher dort ansässigen privaten Versicherungsgesellschaften in die westlichen Besatzungs-

  zonen.

  Das alliierte Kontrollratsgesetz Nr. 47 untersagt der deutschen Versicherungswirtschaft jede

  Auslandstätigkeit (aufgehoben 1950).

 

1948

• Währungsreform. Zuteilung von Ausgleichsforderungen an die Versicherungsunternehmen.

• Konstituierung des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft e.V. mit Sitz in Köln.

 

1949

• Ursprung des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft.

 

1952

• Errichtung des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungs- und Bausparwesen in Berlin.

 

1953

• Erstmaliger Einsatz von Diktiergeräten und elektrischen Schreibmaschinen in deutschen

  Versicherungsbetrieben.

 

1954

• Beginn der Automation in der Versicherungswirtschaft durch Einführung elektronischer

  datenverarbeitender Maschinen (EDV) in den USA.

 

1956

• Aufstellung des ersten Computers in einem deutschen Versicherungsunternehmen.

 

1957

• Konstituierung der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft.

• Reform der gesetzlichen Rentenversicherung durch Schaffung der sogenannten dynamischen

  Rente (Sozialreform).

• Bildung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft mit dem Ziel der Niederlassungs- und

  Dienstleistungsfreiheit für Versicherungsunternehmen.

 

1960

• Gründung der Internationalen Vereinigung für Versicherungsrecht (AIDA).

 

1965

• Wirbelsturm Betsy in den USA mit Sachversicherungsleistungen von erstmals über 1 Mrd. $.

• Schaffung eines unmittelbaren Anspruchs des Geschädigten gegen den Kraftfahrtversicherer

  aufgrund der Straßburger Konventionen.

 

1966

• Aufstellung von Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeld-

  versicherung.

 

1969

• Zulassung der fondsgebundenen Lebensversicherung auf der Basis von Investmentanteilen.

 

1975

• Beginn der Kodifikationen des gesamten Sozialrechts im Sozialgesetzbuch.

 

1984

• Münchener Hagelschlag mit Versicherungsleistungen in Höhe von 750 Mio. €.

 

1990

• Wiedervereinigung Deutschlands. Freie Marktwirtschaft für die Assekuranz seit der

  Wirtschafts- und Währungsunion. Öffnung nach Osten.

• Winterstürme in Westeuropa.

 

1992

• Hurrikan Andrew in den USA als bisher größter Versicherungsschaden.

 

1994

• Gesetzliche Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes für die Versicherungswirtschaft

  in Deutschland. Weitgehende Deregulierung.

• Beginn einer erheblichen Konzentrationswelle in Deutschland und an den internationalen

  Versicherungsmärkten (Globalisierung). Reformbedarf im System der sozialen Sicherung.

 

2000

• Eintragung des Vereins Gothaer Haus der Versicherungsgeschichte im Vereinsregister Gotha.

 

2009

• Eröffnung des Deutschen Versicherungsmuseums Ernst Wilhelm Arnoldi

• Gründung und Eintragung des Fördervereins „Deutsches Versicherungsmuseum Ernst

  Wilheilm Arnoldi“ e. V. in Gotha

 

 

© Prof. Dr. Peter Koch, Aachen (2009)

 

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