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Arwed Emminghaus (1831 - 1916)

 

 

Karl Bernhard Arwed Emminghaus wurde am 22.8.1831 in Niederrossla bei Weimar als 3. von 4 Geschwistern geboren.

 

Seine Eltern waren Justus Christian Bernhard Emminghaus und Amalie Selma Emminghaus, geb. Sturm.

 

Arwed besuchte die Grundschule im damaligen Berka (heute Bad Berka). Zeitweise übernahmen Hauslehrer seine Ausbildung; bevor er für vier Jahre die von 
Friedrich Fröbel geleitete Schule in Keilhau bei Rudolstadt besuchte.

 

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Weimar, legte Emminghaus 1851 das Abitur mit der Note 1 ab. Es folgten Studien in Jurisprudenz (Rechtswissenschaft) und Kameralistik (ein Verfahren der Buchführung), aber auch Betätigung in der Landwirtschaft.

 

Bereits 1855 erfolgen Promotion und 1. Juristische Staatsprüfung. Emminghausen wird Referendar im Großherzoglich Sächsischen Staatsministerium im Bereich des Finanz- und Innenministeriums in Weimar.

 

Emminghaus versuchte immer wieder, dauerhaft in den Staatsdienst übernommen zu werden - ohne Erfolg. Deshalb tritt er am 1. September 1858 in die Dresdner Feuerversicherung ein. Auch in der Schweiz widmet er sich dem Aufbau und der Organisation des Versicherungsgeschäftes.

 

Am 29. Mai 1865 gründet Emminghaus die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Kiel. 1965 wurde der Seenotrettungskreuzer „Arwed Emminghaus“ in Dienst gestellt.

 

„... da war es mir, als wenn ich das stille emsige Treiben eines kleinen Vereins edler,  für das
Wohl der Menschheit begeisterter, weiser und thatkräftiger Männer deutlich vor mir sähe, welche hier unter Ernst Wilhelm Arnoldis Führung ein Werk ins Dasein riefen - so uneigennützig und grossartig gedacht, wie nur wenige Schöpfungen seinesgleichen.”

 

Mit diesen im Stil ihrer Zeit überschwänglichen Worten beginnt Emminghaus die 1877 in Weimar zur Feier der fünfzigsten Wiederkehr des Tages der Gründung der Bank erschienene Geschichte der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha.

 

Vom 1.4.1873 bis zum 1.7.1903 war Emminghaus Direktor der „Gothaer Lebensversicherungsbank auf Gegenseitigkeit“.

 

Am 8.2.1916 starb Arwed Emminghaus in Gotha.

 

Arwed Emminghaus gründete bzw. unterstützte zahlreiche soziale und gemeinnützige Einrichtungen, u.a.:

 

► Zentralverein für das Wohl der arbeitenden Massen

► Deutscher Verein für Armenpflege und Wohltätigkeit

► Deutsche Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung

► Gothaer Verein zur Wohnungshilfe

          

Emminghaus gab Anregungen für den Bau von Beamtenwohnungen in der heutigen Liebetraustraße. Dies war eine der Gründe, die benachbarte Grabenstraße in "Emminghausstraße" umzubenennen.

 

Anlässlich seines 70igsten Geburtstages entstand die Arwed-Emminghaus-Stiftung zur Förderung tüchtiger, aber unbemittelter Handwerker.

 

Anlässlich seines 80igsten Geburtstages wurde ihm die Ehrenbürgerschaft von Gotha verliehen.

 

Ausschlaggebend für diese hohe Ehrung war nicht allein sein Wirken im Dienste der Gothaer Lebensversicherungsbank, sondern auch die vielen gemeinnützigen Einrichtungen, die er zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger initiiert und gefördert hat.

 

 

 

 

Weiterführende Literatur:

 

August Lammers: Emminghaus, Arwed. Verlag Böhmert, Dresden 1908

 

 

 

 

© Dieter Schnabel, Gotha (2010)

 

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