Karl Samwer (1861 — 1946)

Karl Sam­wer wur­de als Sohn des Juris­ten Karl Fried­rich Luci­an Sam­wer am 17. April1861 in Gotha gebo­ren. Er besuch­te das Gym­na­si­um Ernes­ti­num und stu­dier­te anschlie­ßend in Leip­zig und Ber­lin Rechts­wis­sen­schaft. Sei­ne Refe­ren­dar­aus­bil­dung in Gotha, Kiel und Wands­beck schloss er 1889 mit dem Examen als Asses­sor ab.

1891 nahm er eine Tätig­keit bei der Gotha­er Lebens­ver­si­che­rungs­bank auf. Erge­hör­te dem Vor­stand ab 1895 an und wur­de 1903 Gene­ral­di­rek­tor der Versicherungsbank.

Neben sei­nen Tätig­kei­ten bei den Gotha­er Ver­si­che­run­gen war Karl Sam­wer Ver­fas­ser ver­schie­de­ner ver­si­che­rungs­wis­sen­schaft­li­cher Publi­ka­tio­nen und enga­gier­te sich stark für das Gemeinwesen.

Von 1890 bis 1894 war er Armen­pfle­ger der Stadt, von 1896 bis 1903 Mit­glied der Armen­kom­mis­si­on und von 1898 bis 1909 Mit­glied des Schul­vor­stands für die Volks­schu­len in Gotha.

Vie­le Jah­re wirk­te Geheim­rat Karl Sam­wer auch im städ­ti­schen Dienst. Zwi­schen 1903 und 1919 arbei­te­te er als Stadt­ver­ord­ne­ter, davon zwölf Jah­re als Stadtverordnetenvorsteher.

Sam­wer hat­te zwei Söh­ne, der jün­ge­re Adolf Franz Sam­wer war eben­falls im Ver­si­che­rungs­we­sen tätig.

Karl Sam­wer wur­de durch sei­ne zahl­rei­chen Ver­diens­te am 31. Dezem­ber 1930 zum Ehren­bür­ger der Stadt Gotha ernannt. Er gilt auch als der “zwei­te Arnol­di”. Er starb am 6. Febru­ar 1946 in Gotha.

Wei­te­re Auszeichnungen:

  • 1927: Ehren­dok­tor­wür­de der Uni­ver­si­tät Jena
  • 1930: Ehren­bür­ger der Stadt Gotha
  • 1931: Ehren­vor­sitz des Ver­ban­des Deut­scher Lebensversicherungsgesellschaften
  • 1940: Ehren­vor­sitz des Ver­eins für Versicherungswissenschaft
  • kor­re­spon­die­ren­des Mit­glied des Insti­tu­te of Actua­ries in London

Wei­ter­füh­ren­de Literatur:

Koch, Peter: Sam­wer, Karl August Fried­rich, in: Neue Deut­sche Bio­gra­phie, Bd. 22, S. 412f.

© Die­ter Schna­bel, Gotha (2010)

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